Anspruchsvoll, aber nicht elitär

Wein ist ein Getränk und ein Genussmittel. Damit ist vieles gesagt, aber längst nicht alles. Wein kann eine Unterhaltung beflügeln, eine Tafel bereichern oder ganz für sich ein Königreich an Aromen offenbaren - Wein kann aber auch einfach so Spaß machen und jedem steht offen, was er beim Wein sucht.

Wir wollen auch beim sogenannten "Alltagswein" solide Qualität zum guten Preis zu bieten. Langweilig finden wir normierte, geschmacksgestylte Produkte, die überall auf der Welt hergestellt werden können - sofern nur genügend Geld und Labortechnik vorhanden sind.

Wir suchen Weine, die typisch sind. Typisch für ihr Land, ihre Region, ihre Rebsorte, für den Boden auf dem sie gewachsen sind und für die persönliche Handschrift des Winzers. Weine, die das erfüllen, nennen wir authentisch. Und das Erfreuliche ist, es gab niemals so viele davon auf der Welt wie heute.

Preis und Qualität

Beim Weinbau gibt es zwei ganz einfache Regeln: Die eine lautet: je kleiner die Erntemenge und je größer der Arbeitseinsatz, desto besser ist der Wein. Das führt ganz automatisch zu höheren Kosten und zu höheren Preisen für die einzelne Flasche. Weinfelder, die maschinell mit dem Vollernter gelesen werden, bringen preiswertere Weine hervor als Steillagen, die viel Mühe, Arbeitseinsatz und Geschick erfordern. Das heißt nicht, dass wir Technikfeinde sind und moderne Methoden verteufeln. Im Gegenteil, wir schätzen, dass moderne Technik und das geradezu explodierte Wissen um biologische Zusammenhänge im Weinberg dazu geführt haben, dass es niemals so viele so gute Weine gab wie heute.

Die zweite Grundregel hat zwei Seiten: 1. ab einer bestimmten Grenze (von Kosten, die durch Arbeitseinsatz verursacht werden) bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis, bzw. Reputation, Marketing und Kult. Deshalb gilt: nicht alles, was teuer ist, ist auch gut - und authentisch. Aber: um eine bestimmte Qualität zu bekommen, typischen Geschmack, Tiefe, Komplexität und Feinheit muss man schon mal tiefer in die Tasche greifen.